singt Jochen Distelmeyer in mein Ohr und ich muss die Frage weitergeben.

Wohin mit dem Hass auf die Menschen, die die unsagbar doofe Idee hatten, eine neue Generation – die der Krisenkinder – auszurufen. Warum nehmen sich Spiegel-Journalisten das Recht, Menschen auf den Leib zu schreiben, wie sie sind?

Wohin mit dem Hass auf die Baustelle gegenüber. Warum tut mir der Mann mit dem Kompressor nicht mehr leid, weil er seine Kopfhörer zuhause vergessen hat.

Wohin mit dem Hass auf meine Kollegin, die so jämmerlich ihre Ellbogen ausfährt, dass man ihr nur ein kleines bisschen Hochmut entgegensetzen muss, und sie fängt an zu schlittern? Warum tut sie sich das an? 

Wohin mit dem Hass auf all die Typen, die seit drei Wochen aus ihren Löchern gekrochen kommen und mir hinterherschleichen als wäre ich Giulia Siegel? 

Wohin mit dem Hass auf die Heldin des Kriminalromans, der mir auf meine krimiunerfahrene Frage “Ich such was mit nem schrulligen Dedektiv” hin empfohlen wurde. Privatdedektivinnen sollten nie kokettieren, sondern einen beigen Mantel tragen.

Wohin mit dem Hass auf die Gedanken, die ich jeden Abend mit ins Bett nehme?